Chasing Summer – dir. Josephine Decker | Courtesy of Sundance Institute | photo by Eric Branco/Summer 2001 LLC

Auch dieses Jahr hatte ich das Privileg das Sundance Film Festival über das virtuelle Programm zu besuchen. Zum fünften Jahr in Folge! Das Festival habe ich mit dem Film Chasing Summer, aus der Premieres Kategorie, gestartet.

Nachdem Jamie, gespielt von Iliza Shlesinger, ihren Job und auch ihren fremdgehenden Freund verliert, zieht sie sich zurück nach Texas in ihre Heimat. Da trifft sie auf: ungelöste Traumata, Cliques aus ihrer Highschool, eine Schwester, welche ihr Leben nicht im Griff hat und ein Skating-Rink mit einem nicht ganz dichten Dach führt, ihr Highschool-Sweetheart (oder wohl eher “sour”?) und einen neuen, zu jungen Love-Interest. Das kann ja nur schlecht enden, oder?

Josephine Decker kehrt zum dritten Mal zum Sundance Film Festival zurück (nach dem 2018er Madeline’s Madeline und dem 2020er Shirley) mit ihrem neuen Film Chasing Summer. Die 98-minütige Dramedy wurde von der Schauspielerin und Komikerin Iliza Shlesinger geschrieben, welche auch die Hauptrolle spielt. Ihr zu junger Summer-Fling (oder doch mehr?) wird von dem fantastischen Garrett Wareing (Manifest, Ransom Canyon) gespielt. Ebenfalls im Cast sind Tom Welling (Clark Kent! – aus Smallville, Lucifer), Lola Tung (The Summer I turned Pretty), Cassidy Freeman (The Righteous Gemstones), Megan Mullally (Will & Grace) und Aimee Garcia (Lucifer).

How do I get outta here? – fragt Jamie ihren defekten 8-Ball.

Der Film wirft einen direkt in die Action ohne gross was zu erklären. Und die Eröffnungssequenz endet mit Jamie, welche zurück in ihre Heimat in Texas reist. Der Ort an den sie wohl am wenigsten hin will. Zurück in ihrem Kinderzimmer und bei den Eltern findet sie ihren Unterschlupf. Glücklich ist sie aber nicht! Tolle Regie-Entscheidungen und kreative Kamera-Schwenker geben dem Film frischen Wind. Für Lucifer (Fox und später Netflix-Serie) Fans gibt es sogar eine kleine Reunion zwischen Tom Welling und Aimee Garcia, die beide in der Fantasy-Crime Serie mitspielten. Josephine Deckers neuer Film strahlt mit Humor, Authenzität und einem genialen Twist, den ich nicht kommen sehen habe. Sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und gewisse Themen abzuschliessen steht im Mittelpunkt des Films. Iliza Shlesinger sehe ich hier zum ersten Mal und sie überzeugte mich mit einer fantastischen Performance! Besonders stechen auch die authentischen und realistischen Sexszenen hervor. Humor und starke emotionale Momente heben den Film von anderen Coming-of-Age-Geschichten mit erwachsenen Figuren ab. Ich kann Chasing Summer nur empfehlen – und bin mir sicher, dass ich den Film bald noch ein zweites Mal schauen werde!

Leave a comment